Bewährungsprobe in Flörsheim: Blisch in der Bütt

Der neue Bürgermeister überzeugt die Flörsheimer Narren beim Senatsabend des FNC.

Nicht nur der aktuelle Kampagnenorden, sondern auch ein buntes und närrisches Sitzungsprogramm belohnte die Spender und Gönner der Straßenfastnacht, die „Senatoren“, beim Senatsabend des Flörsheimer Narrenclubs (FNC) am Samstagabend.Erstmals geleitete die Mainzer Garde der Prinzessin die FNC-Gardisten in ihren gelb-grünen Uniformen in den Saal und eröffnete den Abend, der musikalisch vom Flörsheimer Musikverein unter Leitung von Bernhard Frank umrahmt wurde. Das Bühnenbild war ein bunter Wechsel von Hintergrundbildern und amüsanten Videodrehs.

„Der FNC sorgt weit und breit für Jubel, Trubel, Heiterkeit“. So lautet das Motto der Flörsheimer Fastnacht im 56. Gründungsjahr des Flörsheimer Narren Clubs, das FNC-Chef und Zugmarschall Heinz Schäfer den versammelten 400 Senatorinnen und Senatoren“ vorstellte.

Vater-Tochter-Duo moderiertSchäfer moderierte zum vierten Mal den Senatsabend zusammen mit Tochter Beate. Er dankte in seiner Begrüßung den Spendern und zugleich allen Helfern wie Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Ordnungsamt und Baubetriebshof sowie Mobflo (Alkoholprävention am Zug) für die tatkräftige Unterstützung beim Fastnachtszug: „Ihre Spende lässt unsere Kultur, die Flörsheimer Straßenfastnacht leben!“Mit Spannung wurde die erste Büttenrede des neugewählten Bürgermeisters Bernd Blisch erwartet, dem neu inthronisierten Präsidenten des Großen Rates und Ehrensenator des FNC. Würdevoll geschmückt mit der Amtskette des Fastnachtspräsidenten – nicht zu verwechseln mit seiner Amtskette als Bürgermeister – fasste Blisch seinen Rückblick auf das Ortsgeschehen gekonnt in Reimform und in Flörsheimer Platt: „Auf eure Spende all die Weil – ein dreifach donnerndes Hall die Gail!“ Seine Überlegung: „Fastnacht ohne Sascha Jung ist wie ein Acker ohne Dung.“ Und: „Nur die Absage für die KAB tut uns noch mehr weh!“ Mit Thomas Schmidt am Akkordeon brachte er die Narren im Saal zum Mitsingen des Schlagers „Amanda“: „Mein Wahlspruch war gemeinsam – lasst mich jetzt nicht einsam!“

Seinen Einstand in die FNC-Bütt feierte auch Daniel Schleidt, Sitzungspräsident der KAB. Er brachte Lokalkolorit ins Programm. Als Protokoller des Ortsgeschehens wurde er musikalisch unterstützt von Frank Treml. Die Narren wurden nicht enttäuscht, die von Schleidt einen Reim auf die Fastnacht ohne KAB-Kappesitzungen erwarteten: „Der Pfarrer Jung, der ist in Not, das Galluszentrum ist marod. Unser Flerschem, das nur am Rande – ohne die KAB, das ist ne Schande. Jetzt fällt die Sitzung leider aus, für Flerschem ist das echt ein Graus.“ Er kommt zum Schluss: „Ein GZ-Neubau muss her, doch vermutlich wird das schwer. Denn in Limburg floss Geld ja volle Kanne – in eine goldene Badewanne!“Lobende Worte hatte er für den Ex-Bürgermeister Michael Antenbrink: „Drum sagen wir, nur so’n Gedanke für zwölf gute Jahre: Danke!“ Auch FNC-Chef Heinz Schäfer grüßte den anwesenden Ex-Bürgermeister und Pfarrer Sascha Jung und dankte beiden für viele schöne Streitgespräche als Don Camillo und Peppone.Viel geübt hatten die Tanzgruppen des FNC, die sich alle mit starken Leistungen präsentierten. Ihren ersten Auftritt auf der großen Stadthallenbühne hatten die FNC-Minis, mit ihrem Zwergentanz. Die 18 FNC-Teenies rockten die Bühne in glitzernden Kostümen zu „Diamonds in the Sky“. Sehr temperamentvoll präsentierten sich die Mädels von Manco Mania mit ihrem Gardetanz. Das FNC-Show-Ballett Fun-Factory machte mit „Von Rock‘n‘Roll bis Neo – von den 50ern bis zu den 90ern“ Werbung für seine bereits ausverkaufte Ladies Night am 15. Februar, die dieses Jahr nicht im Galluszentrum stattfinden kann, und für die bis Mittwoch ein neuer Veranstaltungsort gefunden sein könnte. Beim Finale mit Luftballonregen eroberten noch einmal alle Gardemitglieder die Bühne, feierten und schunkelten mit den Aktiven und dem Publikum.

Quelle: Main-Spitze vom 21. Januar 2019

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