Frischer Wind für die Flörsheimer Bürgerstiftung

Frischer Wind für die Flörsheimer Bürgerstiftung

– vom Schattenhaushalt des Bürgermeisters zu einem Instrument zur Förderung sozialer Projekte, kultureller Themen und gesellschaftlicher Veranstaltungen

Im Haupt- und Finanzausschuss muss über die Finanzierung einer Restaurierung des Pestkreuzes erst noch diskutiert werden. Die Verwaltung denkt darüber nach, ob bei Beerdigungen noch eine Glocke läuten muss, weil man scheinbar kein Geld für ein elektronisches Geläut zur Verfügung hat, und sie ist sich nicht sicher, ob sie eine Veranstaltung zum 300. Jahrestag der ehemaligen Flörsheimer Synagoge in angemessenem Rahmen anbieten kann.

Unsere Stadt entwickelt sich hier in eine Richtung, die nicht mehr meinem Bild von Flörsheim entspricht. Das kann nicht so weitergehen. Das müssen wir ändern. Und in oben genannten Punkten wäre ein Leichtes:

Mit der Flörsheimer Bürgerstiftung gibt es schon seit über 50 Jahren eine wunderbare Einrichtung, in der bürgerschaftliches Engagement großgeschrieben wird, die schnell und unbürokratisch helfen kann. Seit rund 20 Jahren ist der ursprünglich sozial aktiven Stiftung eine kultureller Zweig an die Seite gestellt. Ihre Grundidee – die Menschen spenden zum Verlobten Tag und der Stiftungsrat kann das Jahr über Gutes tun bei Menschen, die durch das Raster der öffentlichen Hand fallen, oder mal das eine oder andere Kulturprojekt unterstützen, lässt sich aufgrund der schwierigen Finanzmarktsituation oft nicht mehr ausreichend realisieren Doch der derzeitige Vorsitzende der Stiftung, Bürgermeister Antenbrink, scheint die Möglichkeiten, die eine Stiftung bietet, noch nicht verstanden zu haben. Eine Idee, wie man die Stiftung im 21. Jahrhundert führen kann, hat er anscheinend nicht.

Wenn es nach mir geht, wird sich die Bürgerstiftung zukünftig eigene Projekte überlegen, für die sie gezielt Spenden sammelt. Das heißt, dass wir die Bürgerstiftung von einer reinen Plattform für Spenden zu einem Instrument zur Förderung sozialer Projekte, kultureller Themen und gesellschaftlicher Veranstaltungen ausbauen. Der Grundgedanke – die Hilfe für Menschen in Not – bleibt dabei im Mittelpunkt des Handels.

Außerdem soll geprüft werden, ob der Mainturm und das Heimatmuseum ins Vermögen der Bürgerstiftung eingebracht werden können. Die Bürgerstiftung wird mit den Häusern arbeiten, eigene Veranstaltungen durchführen oder die Räumlichkeiten an privat oder die öffentliche Hand vermieten (Stichwort: Trauzimmer; Stichwort: Wein und Kunst). Die bisherigen Aufwendungen der Stadt für den Unterhalt der beiden Gebäude gehen als städtischer Zuschuss an die Bürgerstiftung. Analog zum Heimatverein für das Heimatmuseum organisiert die Stiftung einen Verein für den Mainturm. Oder warum soll es  keinen Verein „Freunde der Flörsheimer Bürgerstiftung geben“, der die Ideen und Aktionen der Stiftung nach außen trägt und mithilft Projekte zu realisieren. Was bei vielen Bürgerstiftungen in Deutschland schon lange praktiziert wird, wird in Flörsheim verschlafen. Die Grundidee der Stiftung „Von Flörsheimern für Flörsheimer“ darf nicht zu einem kleinen Schattenhaushalt eines Bürgermeisters verkommen.

Sollte ich als Bürgermeister gewählt werden, werde ich vorschlagen, dass das Gebäude „Hauptstraße 41“ (ehem. Rotes Kreuz, dann Verein „Für Flörsheim“) von der Flörsheimer Bürgerstiftung übernommen und als Büro und Organisationszentrum der Stiftung geführt wird. Ich selbst will in den nächsten Wochen mit weiteren Bürgerstiftungen in der Region Gespräche führen, wie darüber hinaus auch hier Synergien genutzt werden können.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare. Gemeinsam – die Stadt sind wir alle!

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