Es geht um Kinder, nicht um die Erfüllung von Vorgaben

Am Donnerstag, 5. April, feierte man in Nachbarschaft der Opelbrücke den Spatenstich für eine neue Kindertagesstätte. Dies nimmt Bürgermeisterkandidat Dr. Bernd Blisch zum Anlass, seine Vorstellungen zu Betreuungsangeboten und für ein generationenübergreifendes Zusammenleben von Jung und Alt in der Stadt am Untermain zu erläutern:
Grundsätzlich freue er sich über den Beginn des Kita-Baues, man habe lange genug darauf warten müssen, doch „was in anderen Städten, auch in Nachbarstädten Flörsheims, schon heute Gang und Gebe ist, das Zusammenleben von Jung und Alt, Kindertagesstätte und Betreutes Wohnen unter eine Dach, das scheint für Bürgermeister Antenbrink ein Fremdwort.“, so Blisch, der weiß, dass der demografische Wandel unser aller Umdenken fordert.

Intelligente Bauplanungen erlauben es schon heute, flexibel auf die Bedürfnisse von Kindern und Senioren gemeinsam zu reagieren. Doch vermisst man in Flörsheim noch Projekte dieser Art. Auch ist es eigentlich heutzutage keine Thema mehr, Kindertagesstätten so zu bauen, dass man, sollte sich der Bedarf verringern, die Gebäude in Wohnungen umwandeln kann. „Hier wird es in den nächsten Jahren für mich als Bürgermeister eine Menge Arbeit geben, die ich gerne angehe.“

Kitaplätze in ausreichender Zahl gehören für Blisch selbstverständlich zu einem familienfreundlichen Flörsheim. „Es geht bei allem, was wir tun, um die Kinder und ihre Eltern und erst in zweiter Linie um einen Rechtsanspruch“, betont Blisch, der sich damit abgrenzt von einer Politik, der es in der Hauptsache um die Erfüllung von Vorgaben geht und nicht um die „Generation Zukunft“ von Flörsheim.

Im Gegensatz zu Bürgermeister Antenbrink, der das Heil der Kindererziehung in Großeinrichtungen mit sieben Gruppen sieht, steht für Blisch weiterhin die Qualität der Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern im Vordergrund, nicht die Quantität. „Es verwundert, wenn der Bürgermeister 130.000 Euro für eine Kreiselgestaltung ausgeben will, beim Magistratszimmer in ähnlicher Größenordnung Geld ausgibt, beim Spatenstich für eine neue Kindertagesstätte aber das hohe Lied des Sparens anstimmt.“

Aber auch gegenüber Kandidat Markus Ochs sucht Blisch die deutliche Abgrenzung: Es sei erstaunlich, dass Ochs, der jahrelang für die Kindergärten in Flörsheim Verantwortung trug, nun mit Zahlen um sich wirft, die jeder Realität entbehren. „Wahlkampf, der mit den Ängsten der Eltern spielt, das mögen anderen machen. Das ist nicht mein Ding“, so Blisch auf die Äußerungen des zweiten unabhängigen Kandidaten im Flörsheimer Bürgermeisterwahlkampf.

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