Auch dieses Jahr wieder Adventskranz am Tor zum Rheingau

Rechtzeitig zum ersten Advent wurde die Platzanlage am Tor zum Rheingau in Wicker wieder um eine besondere Ausschmückung schöner: Im Rahmen ihrer schon lange bestehenden Patenschaft für den bekannten Ortsmittelpunkt haben die Mandatsträger der örtlichen CDU wieder einen großen Adventskranz um den dort vorhandenen Brunnen gewunden und ihn dem guten Brauch entsprechend mit vier Kerzenleuchten illuminiert. In der stimmungsvollen Zeit vor Weihnachten ist dies sicher ein guter Beitrag zur Dorfverschönerung.

Die Aktiven trafen sich am Freitag, dem 1. Dezember, um 14 Uhr am Tor zum Rheingau, um mit einer großen Menge von Tannenzweigen diesen Adventskranz herzustellen. „Es wird sicher wieder der größte Adventskranz im Main-Taunus-Kreis werden“, ist sich die frühere Wickerer Ortsvorsteherin Berthilde Enders sicher, die damals die Idee zu dieser Aktion entwickelt hatte. Auch Bürgermeisterkandidat Dr. Bernd Blisch legte dabei tatkräftig Hand an. „Auch dieses Jahr wieder Adventskranz am Tor zum Rheingau“ weiterlesen

Mein Vorschlag: Beteiligungsmodell für Flörsheim

Die Diskussionen um die Entwicklung des Baugebiets auf dem Goldborn und zum Vorgehen des Bürgermeisters ist aus meiner Sicht eine missliche Diskussion. Unnötigerweise werden hier Gräben ausgehoben, die es in der Kommunalpolitik nicht braucht. Aus diesem Grund fordere ich ein neues Beteiligungskonzept für die Gesamtstadt Flörsheim am Main:

Wir leben im 21. Jahrhundert. Überall in Deutschland machen sich die Bürgerinnen und Bürger Gedanken um ihre Städte und Gemeinden, bringen sich aktiv in Gestaltungsprozesse ein und fordern Mitspracherechte. Das zeigen auch Umfragen, die nicht erst seit gestern veröffentlicht sind. Die aktuelle Situation, nach der sich drei Viertel der Hessinnen und Hessen für eine stärkere Beteiligung an Projekten vor Ort aussprechen, gilt natürlich auch für Wicker. Wir müssen etwas ändern in Flörsheim. Projekte in der Stadt sollen in Zukunft in einem aktiven Beteiligungsprozess mit allen Bürgerinnen und Bürgern begonnen werden. Natürlich werden alle Verfahren, die die Bürger und das Stadtparlament bisher an Stadtplanung und Stadtentwicklung beteiligen, erhalten bleiben.

Wofür ich mich aber nach meiner Wahl einsetzen werde, ist ein Beteiligungsmodell, in dem die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar aktiv angesprochen und einbezogen werden, sich vor allem persönlich einbringen können und schließlich Projekte gemeinsam mit Politik und Verwaltung gestalten. Natürlich muss eine Beteiligung gewährleisten, dass eine Vielfalt der Interessen gewahrt ist. Und natürlich wird weiterhin die Stadtverordnetenversammlung die Entscheidungen treffen. Es werden dann Entscheidungen sein, die die Erkenntnisse der Beteiligung und die Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger mit einbezieht. Der heutige Weg einer reinen Offenlegung für einen kurzen Zeitraum und Diskussion in den Gremien vor Ort ist den heutigen Anforderungen an die Partizipationswünsche der Bürger nicht mehr ausreichend.

Andere Städte in der Rhein-Main-Region, wie z.B. Darmstadt und Wiesbaden, haben sich bei dem Prozess zur Bürgerbeteiligung schon längst auf den Weg gemacht. Ich sehe keinen Grund, warum Flörsheim bei diesem Prozess abseits stehen muss.

In anderen Städten gibt es schon heute Qualitätskriterien für eine gute Bürgerbeteiligung:

• frühzeitige und umfassende Information
• respektvoller Umgang mit allen am Prozess Beteiligten
• offene und transparente Kommunikation
• gute Zeitplanung

Viele Flörsheimerinnen und Flörsheimer vermissen diese Punkte bei der derzeitigen Politik des Bürgermeisters Antenbrink.

In Vereinen und im Ehrenamt findet sich bereits heute so viel Engagement für unsere Stadt. Viele Menschen bringen sich aktiv in unsere Bürgergesellschaft ein. Als zukünftiger Bürgermeister möchte ich diese Leidenschaft für unsere Stadt beteiligungsorientiert fördern und unterstützen.

Ich möchte einen neuen Dialog mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu allen wichtigen Themen: gemeinsam – die Stadt sind wir alle.

Impressionen der Klausurtagung

Die letzten Wochen war ich auf einigen Klausurtagungen unterwegs. Die GALF lud mich nach Naurod ein, wir sprachen dort über Haushalt, anstehende politische Themen sowie die Bürgermeisterwahl.

Auch bei der CDU-Fraktion war ich zur jährlichen Klausurtagung im schönen Hotel Lamm in Heimbuchenthal. Auf der Agenda stand die Finanzsituation des städtischen Haushalts, anstehende politische Themen, Gremienarbeit und Schwerpunkte der Fraktionsarbeit für die nächsten Monate nebst der Bürgermeisterwahl. Hier einige Impressionen:

Galf sieht gute Basis für Zusammenarbeit mit Bernd Blisch (CDU)

Einen besonderen Gast konnte die Grün-Alternative Liste (Galf) bei ihrer Klausurtagung in Naurod begrüßen: den CDU-Mann Bernd Blisch.

Flörsheim. Kommunalpolitik erfordert ein ständiges Zurückblicken und Vorausplanen. Die Flörsheimer Wählergemeinschaft der Grünen Alternativen Liste (Galf) zieht sich dazu jeden Herbst auf eine dreitägige Klausurtagung zurück. Dabei bleiben die Grünen normalerweise unter sich. In diesem Jahr begrüßte die Galf jedoch einen CDU-Mann als Gast: Bernd Blisch, Bürgermeisterkandidat des Viererbündnisses, besuchte die 18 Teilnehmer in Naurod. Die Galf schickt den Christdemokraten am 27. Mai 2018 gemeinsam mit CDU, Freien Bürgern und FDP ins Rennen.

In der Diskussion mit Blisch habe man an vielen Stellen Übereinstimmungen festgestellt, erklärt Galf-Chefin Renate Mohr, die den Austausch als „gute Basis für eine künftige konstruktive Zusammenarbeit“ wertet. So seien Blisch und die Galf beispielsweise zu dem Schluss gekommen, dass man Flörsheim „nicht noch mehr zubauen“ wolle. In der Mainstadt gebe es bereits genug Baustellen, sagt Renate Mohr. Sie begrüße außerdem die Ankündigung des Bürgermeisterkandidaten, mit den Vertretern aller Fraktionen im Magistrat zusammenarbeiten zu wollen.

Bei den Themen Haushalt und Finanzen konnten die Galf-Anhänger mir einem Experten aus den eigenen Reihen diskutieren: Erster Stadtrat und Kämmerer Sven Heß lieferte eine Präsentation zu den Rahmenbedingungen des kommenden städtischen Haushalts. Die „intensiven Beratungen“ hätten sich um die Frage des rechtlich vorgeschriebenen und von der Kommunalaufsicht geforderten Haushaltsausgleichs gedreht. Die Galf arbeite an konkreten Vorschlägen, erklärt Renate Mohr. Steuererhöhungen solle es jedoch nicht geben.

Die Verkehrssituation – insbesondere der Radverkehr – liegt der Galf schon lange am Herzen. Mit dem Fortschritt beim 2016 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Radverkehrskonzept sind die Grünen überhaupt nicht zufrieden. Bisher sei kaum eine Maßnahme umgesetzt worden, moniert Renate Mohr. Die Galf-Fraktion werde Anträge vorbereiten und auf die Umsetzung drängen. Bei ihren Beratungen verständigten sich die Grünen auch darauf, künftig bei der Sanierung aller Straßen auf ausreichende Flächen für Radfahrer und Fußgänger zu achten. Die Arbeitsprozesse und internen Strukturen der Wählergemeinschaft beschäftigten die Galf ebenfalls. Auf der Klausurtagung bemühten sich die Aktiven darum, die vielfältigen Aufgaben der Fraktion und der übrigen Galf-Anhänger, gerade im Hinblick auf die Bürgermeisterwahl, zu verbessern. Auslöser für die Neustrukturierung sei ein Zuwachs an Mitstreitern gewesen, so Renate Mohr. Die Galf habe seit dem Sommer vier neue Unterstützer dazu gewonnen.

Quelle: Höchster Kreisblatt vom 14. November 2017