Pressespiegel zur Nominierung: vier Fraktionen nominieren einen Kandidaten

Hier habe ich für Sie den ersten Pressespiegel aufbereitet, der die prominenten Berichte über meine Nominierung als Bürgermeisterkandidat der vier Fraktionen von CDU, die GALF, der dfb und die FDP beinhaltet. Et voilà:


Bernd Blisch (CDU) will Wahlkampf “ohne Faustschläge”

Die Flörsheimer wählen am 27. Mai 2018 einen neuen Bürgermeister. Das Viererbündnis schickt CDU-Mann Bernd Blisch als gemeinsamen Kandidaten ins Rennen.

Es ist vor allem ein Begriff, der programmatisch für die Kandidatur von Dr. Bernd Blisch (CDU) stehen soll: Das Wort „Gemeinsam“ prangt in den vier Farben Schwarz, Grün, Blau und Gelb auf dem ersten Entwurf eines Wahlplakates. Darunter der Schriftzug „Die Stadt sind wir alle“. Dies sei die wichtigste Botschaft, betont der Flörsheimer CDU-Vorsitzende Markus Töpfer. Das Viererbündnis aus Union, Grüne Alternative Liste Flörsheim (Galf), die Freien Bürger (dfb) und FDP hat sich auf den gemeinsamen Kandidaten geeinigt, der als Gegenentwurf zu Amtsinhaber Michael Antenbrink (SPD) aufgebaut werden soll. Dem amtierenden Rathauschef warf das Mehrheitsbündnis mehrfach Alleingänge vor.

Angesichts des Rückhalts des Kandidaten bei den politischen Fraktionen kann man Bernd Blisch wohl schon jetzt ausgezeichnete Siegchancen bescheinigen. Der Christdemokrat weiß rund 70 Prozent der Stadtverordneten hinter sich. Sicher sei deshalb jedoch noch lange nichts, räumt CDU-Fraktionschef Marcus Reif ein. Die Abstimmung über den Bürgermeister sei eine Persönlichkeitswahl. Auch Galf-Chefin Renate Mohr will die Entscheidung nicht als einen Selbstläufer abtun. Es sei den Fraktionen zunächst wichtig gewesen, eine Alternative anzubieten.

Worin diese Alternative bestehen soll, führte Bernd Blisch gestern selbst aus. Der 54-Jährige Flörsheimer bezeichnete sich als Vereinsmensch. Unter anderem leitet Blisch den Heimatverein als Vorsitzender. Im Verein müsse er ebenfalls moderieren und heterogene Strömungen zusammenbringen, zeichnet der Kandidat Parallelen zum politischen Geschäft. Sein Programm wolle er zusammen mit den Bürgern und Parteien entwickeln, erläuterte Blisch, der bereits Verwaltungserfahrung im Flörsheimer Kulturamt und im Wiesbadener Stadtmuseum gesammelt hat.

Gemäßigter Ton

Als Kandidat von vier unterschiedlichen politischen Gruppierungen steht er vor der Herausforderung, allen gerecht zu werden. Der Flörsheimer gibt sich jedoch zuversichtlich: Es lasse sich schwer nach außen vermitteln, wie harmonisch die Gespräche im Viererbündnis verlaufen, erklärt der Kandidat. Beim Moderieren ist sich der Christdemokrat auch nicht zu schade, seine eigenen Leute zu bremsen. Marcus Reif berichtet, er sei von Blisch angesprochen worden, weil diesem mancher Redebeitrag im Stadtparlament zu scharf war. Der neue Bewerber um den Chefsessel im Rathaus steht für einen gemäßigten Ton, den er auch im Duell der nächsten Monate beibehalten will. „Ich will keinen Wahlkampf, der mit Faust- oder Tiefschlägen endet“, sagt Bernd Blisch.

Die drei wichtigsten Aspekte, bei denen der 54-Jährige anpacken möchte, sind die Stadtentwicklung, die Finanzen der verschuldeten Kommune und der politische Stil. Auf der Straße nehme er großen Unmut über die Umgangsformen wahr. „Politik wird als etwas Fernes gesehen, das nichts mehr mit den Bürgern zu tun hat“, so Blisch.

Offene Gespräche

Die Auswahl des gemeinsamen Kandidaten sei nicht schwer gefallen, berichtet Galf-Chefin Renate Mohr. Bernd Blisch habe mit seinem Wahlergebnis herausgestochen. Der Flörsheimer konnte zuletzt rund 4000 Stimmen auf sich vereinen und landete so auf dem ersten Platz der CDU-Liste. Thomas Probst von den Freien Bürgern erklärt, dass die Gemeinschaft in Flörsheim verloren gegangen sei. Bernd Blisch sei jemand, der die alten Gepflogenheiten kenne und für offene Gespräche mit allen stehe. FDP-Mann Thorsten Press bezeichnete Blisch als Bürgermeister für alle Bürger. „Bei ihm können sich verschiedene Meinungen und Kompromisse wiederfinden“, findet der Liberale.

Angst, dass die CDU nach der Wahl die Entscheidungen dominieren könnte, haben die übrigen Parteien nicht. Sie hoffe auf gute Streitgespräche, erklärt Renate Mohr. Gleichzeitig sei sie zuversichtlich, dass Blisch nicht als Alleinherrscher auftreten wolle. Das Viererbündnis habe sich über die Sachthemen gefunden, sagt Thorsten Press. Bernd Blisch vertrete ähnliche Interessen.

Quelle: Höchster Kreisblatt vom 25. Oktober 2017



Viererbündnis schickt Dr. Bernd Blisch gegen Bürgermeister Antenbrink ins Rennen

Erwartungsgemäß hat das Viererbündnis aus CDU, Galf, Freien Bürgern und FDP am Dienstag den 54-jährigen Dr. Bernd Blisch als gemeinsamen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 27. Mai 2018 vorgestellt. An der Bedeutung des bisher in der Stadt einmaligen Vorgangs, dass sich vier Parteien, die 70 Prozent der bei der jüngsten Kommunalwahl abgegebenen Wählerstimmen repräsentieren, auf einen Kandidaten geeinigt haben, wollte CDU-Vorsitzender Markus Töpfer keinen Zweifel aufkommen lassen. „Das ist ein bedeutsamer Tag. Es ist schon außergewöhnlich, dass wir in dieser Konstellation hier sitzen“, betonte Töpfer und fügte hinzu: „Das ist kein Kandidat einer Partei, den die anderen gut finden. Das ist ein gemeinsamer Kandidat. Das gab es hier noch nicht. Das ist bewundernswert.“ Der Slogan „Gemeinsam“, steht auch unter dem Namen des Kandidaten auf dem Wahlplakat, die Schriftfarben wechseln von schwarz über grün und blau nach gelb. Es sind die Farben der Parteien, die den Kandidaten unterstützen und gleichberechtigt am unteren Rand des Plakats aufgeführt sind. Es ist auch die zentrale Wahlkampfaussage von Bernd Blisch. Mit dem Begriff „Gemeinsam“ und dem Untertitel „Die Stadt sind wir alle“ wird er bewusst als Gegenpol zu Amtsinhaber Michael Antenbrink (SPD) präsentiert, dem das Viererbündnis einsame Entscheidungen über die Köpfe der Bürger und des Stadtparlamentes hinweg vorwirft.

Blisch soll Spaß an der Politik wiederbeleben

Den Großteil der Pressekonferenz im Hochzeitszimmer der Stadthalle bestreiten am Dienstag Vertreter des Viererbündnisses, die nicht müde werden, eben jene große Gemeinsamkeit zu betonen, die fast zwangsläufig zum Kandidaten Bernd Blisch geführt habe. „Das ist einer, der aus Flörsheim kommt, der alte Gepflogenheiten kennt und wertschätzt“, sagt Thomas Probst, Fraktionsvorsitzender der Freien Bürger, der sich von Blisch erhofft, dass er Flörsheim dahin bringt, wo es einmal war, als es noch Spaß gemacht habe, Politik zu machen und Ideen einzubringen.

Auch Thorsten Press (FDP) unterstrich, wie wichtig es sei, wieder einen Bürgermeister für alle Flörsheimer zu bekommen, einen der zusammenführt, der Kompromisse finden könne. „Wir brauchen jemanden, mit dem sich die Bürger identifizieren können“, sagte Press.

„Die Stadt entwickelt sich in eine Richtung, die uns nicht gefällt“, begründete Galf-Fraktionsvorsitzende Renate Mohr die Unterstützung für Blisch, die der Partei gar nicht schwergefallen sei. Er sei in der Lage, die Situation zu entschleunigen, dafür zu sorgen, dass man Flörsheim auch noch in 20, 30 Jahren erkennen könne.

Und der Kandidat selbst? Der zeichnete am Dienstag von sich das Bild eines waschechten Flörsheimers, geboren im Marienkrankenhaus, getauft in der Krankenhauskapelle, als Vorsitzender des Heimatvereins einer, der auf moderierende Art auch Leute zusammenbringen könne. Seine Heimatverbundenheit verbinde sich aber auch mit Weltoffenheit, betonte der promovierte Historiker und verwies unter anderem auf seinen Studienaufenthalt in Birmingham. Der Reiz der Kandidatur liege in der breiten Unterstützung von vier Parteien. „Das ist eine neue Geschichte, die in Flörsheim anfangen kann“, sagte Blisch. Eines seiner zentralen Themen sei die Stadtentwicklung für die nächsten zehn, 15 Jahre. Die Balance zwischen Bauen und Grün müsse erhalten bleiben, die Weilbacher Umgehungsstraße zügig realisiert werden. Blisch sieht auch eine Reihe von Fehlentwicklungen in den vergangenen Jahren. Die Stadt sei mittlerweile hoch verschuldet, nicht alle Projekte, wie etwa der Rathausneubau, würden von den Bürgern angenommen. Über den politischen Stil herrsche großer Unmut, sagte Blisch, ohne Antenbrink direkt zu erwähnen. Politik werde über die Köpfe der Bürger gemacht. „Das läuft nicht rund“, so Blisch. „Es wird ein Moderator gebraucht. Dafür biete ich mich an.“ Das Bild eines allzu passiven Kandidaten sieht Blisch nicht. „Leute zusammenzubringen ist Arbeit und einfach auf den Tisch zu hauen ist nicht besonders aktiv“, sagte Blisch.

Quelle: Main-Spitze vom 25. Oktober 2017 



Das Flörsheimer Vierer-Bündnis präsentiert den Historiker Bernd Blisch als gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten.

lat. FLÖRSHEIM. Der 54 Jahre alte Historiker Bernd Blisch (CDU) soll nach den Vorstellungen des Flörsheimer Vierer-Bündnisses aus CDU, Grüne Alternative Liste Flörsheim (Galf), Freien Bürgern und FDP zur Bürgermeisterwahl antreten. Der gemeinsame Kandidat, der derzeit als kommissarischer Leiter das Wiesbadener Stadtmuseum führt, wird bei der Direktwahl im Mai 2018 Michael Antenbrink (SPD) herausfordern. Er sehe sich als Gegenpol zum Amtsinhaber, verstehe seine Aufgabe als Moderator von Ideen und setze sich für eine starke Beteiligung der Bürger bei der Zukunftsentwicklung der Stadt ein, hob Blisch hervor.

Auf die ungewöhnliche Konstellation der Unterstützer Blischs, die 70 Prozent der im Parlament vertretenen Fraktionen entspreche, verwies die Galf-Fraktionsvorsitzende Renate Mohr: Noch vor der Kommunalwahl 2016 habe sie sich einen solchen Schritt niemals vorstellen können. Doch in die Stadt müsse Ruhe einkehren, und Blisch stehe für Ruhe und Gelassenheit. Er stehe ebenso für das gemeinsame Ansinnen, die Entwicklung Flörsheims zu entschleunigen, so dass die Stadt auch in 20 bis 30 Jahren noch wiederzuerkennen sei, sagte Mohr. Es sei für die Galf deshalb nicht schwer gewesen, sich ganz hinter Blisch zu stellen. Er sei immer einer jener gewesen, der mit seinen guten Wahlergebnissen positiv aufgefallen sei. Deshalb stehe Blisch eigentlich seit Anfang des Jahres innerhalb des Bündnisses als Kandidat fest.

Seine Wählervereinigung habe vor fünf Jahren noch Amtsinhaber Antenbrink unterstützt, machte Thomas Probst (Freie Bürger) deutlich. Doch nach dessen Wiederwahl sei es „mit der Freundschaft schnell zu Ende gewesen“. Der Charakter Flörsheims, der vom Vereinsleben geprägt sei, gehe verloren. Blisch sei ein Mann, der als gebürtiger Flörsheimer und Vorsitzender des Heimatvereins alle Gepflogenheiten der Stadt kenne und wertschätze. Als einen Mann, der verschiedene Interessen zusammenführen könne und moderierend zu Ergebnissen komme, beschrieb der FDP-Fraktionsvorsitzende Thorsten Press den Kandidaten. Blisch sei einer, mit dem sich die Bürger identifizieren könnten. Dass der Kandidat trotz CDU-Parteibuch ein Kandidat aller sei, hob der CDU-Parteivorsitzende Markus Töpfer hervor. „Gemeinsam – die Stadt sind wir alle“, laute deshalb der Slogan, ergänzte der CDU-Fraktionsvorsitzende Marcus Reif.

Blisch beschrieb sich als Vereinsmenschen. Er traue sich zu, auch heterogene Strömungen zu verbinden. Zu seinen wichtigsten Zielen zähle eine Stadtentwicklung, die gemeinsam mit den Bürgern gestaltet werde und im Einklang mit der Umwelt stehe. Die Flörsheimer Politik müsse sich künftig wieder auf Augenhöhe mit den großen Kommunen begeben. Als Beispiel für Flörsheimer Nachhall in der Region nannte Blisch den Regionalpark, der an der Mainschiene seinen Anfang genommen habe. Oben auf seiner Agenda stehe ebenso ein ausgeglichener Haushalt, wie es ihn noch zu Zeiten der CDU-Bürgermeister gegeben habe. Verzicht auf teure Projekte wie das Rathaus und effizientes Sparen kündigte der Bewerber an. Im Falle seiner Wahl stehe er für einen transparenten Führungsstil und ein hohes Maß an Bürgerbeteilung. Er biete sich für diesen Prozess als Moderator an, so Blisch. Er sei ein Mann „ohne Haken und Ösen“, hob er hervor. Statt auf den Tisch zu hauen, ziehe er eine sachliche Beratung von Themen vor. Mit ihm werde es im Wahlkampf keinen Schlagabtausch unter der Gürtellinie geben, versprach Blisch. Den Fraktionsvorsitzenden Reif habe er gebeten, sich im Ton gegenüber dem Bürgermeister zu mäßigen. Die Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung, die zuletzt durch einen ruppigen Umgang der Akteure aufgefallen war, soll nach den Wünschen des Kandidaten wieder zu einem Ort echter Streitkultur werden.

Ein Friedensstifter als Gegenpol

Von Heike Lattka  Vier Parteien stehen zusammen gegen den Bürgermeister. Aber was will ihr Kandidat?

Die Botschaft, die das Viererbündnis aus CDU, Grüner Alternativer Liste Flörsheim, Freien Bürgern und FDP gestern mit der Nominierung des einheimischen Bürgermeisterkandidaten Bernd Blisch (CDU) an die Bevölkerung sandte, war deutlich: Es soll Schluss sein mit den Querelen zwischen Bürgermeister und der großen Mehrheit der Flörsheimer Stadtverordneten. Statt des eigenwilligen Modernisierers Michael Antenbrink (SPD) wünscht sich das Bündnis einen Friedensstifter und Ersten unter Gleichen im Magistrat mit ausgleichendem, vermittelndem Naturell.

Blisch, gebürtig aus der früheren Schifferstadt, erfüllt als Mann der Vereine, ehemaliger Kulturamtsleiter Flörsheims und als Kommunalpolitiker, der lieber mit der feinen Klinge ficht als mit dem Säbel, diese Anforderungen nahezu perfekt. Dass es für den Vierundfünfzigjährigen mit der Bewerbung als Direktor des Wiesbadener Stadtmuseums nicht klappte, mag für den Historiker ein zusätzlicher Ansporn gewesen sein, sich einer neuen Herausforderung zu stellen.

Für Flörsheim ist die Einigung so unterschiedlicher politischer Kräfte auf einen Kandidaten ein geradezu historischer Schritt, der noch vor wenigen Jahren in der Mainstadt ganz und gar undenkbar gewesen wäre. Der Leidensdruck der Bündnispartner unter dem von ihnen so ungeliebten Bürgermeister Antenbrink muss so groß geworden sein, dass sogar die Grüne Alternative Liste über ihren Schatten springt und zum Steigbügelhalter für einen Wiederaufstieg der Christlichen Demokraten in der traditionell konservativen Stadt wird. Alle vier eint letztlich vor allem ein Wunsch: Antenbrink muss weg.

Noch nie stand die CDU tatsächlich so nah davor, im dritten Anlauf Flörsheim wieder zurückgewinnen zu können. Denn Antenbrinks Projekte – vom Schützenhof bis zur Ansiedelung von Unternehmen – stießen zuletzt in der Stadt auf wenig Beifall. Und der Bürgermeister setzt gerne einfach Vorhaben um, ohne sich groß zu erklären, was zwei Drittel des Parlaments mit großer Regelmäßigkeit verprellt.

Tatsächlich bietet Blisch zum Einzelgänger und Macher Antenbrink einen moderierenden Gegenentwurf. Welchen klaren Weg er allerdings im Fall seiner Wahl einschlagen will, um den politischen Frieden in Flörsheim wiederherzustellen, muss der gekürte Kandidat seinen Wählern noch deutlich machen. Weiße Tauben aufsteigen zu lassen wird für einen Wahlsieg bei all seiner Beliebtheit im Städtchen sicherlich nicht reichen.

Quelle: Rhein-Main-Zeitung der F.A.Z. vom 25. Oktober 2017



Vier Fraktionen nominieren einen Kandidaten

Der SPD-Mann Michael Antenbrink bekommt bei der Bürgermeisterwahl in Flörsheim reichlich Gegenwind: CDU, Galf, Freie Bürger und FDP nominieren Bernd Blisch als gemeinsamen Gegenkandidaten.

Wenn Michael Antenbrink (SPD) am 27. Mai 2018 zur Bürgermeisterwahl antritt, um für eine dritte Amtszeit wiedergewählt zu werden, bekommt er kräftigen Gegenwind. Denn das Viererbündnis aus CDU, Grüner Alternativer Liste Flörsheim (Galf), den Freien Bürgern (dfB) und FDP hat sich auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt: CDU-Mann Bernd Blisch soll den Chefsessel im Rathaus erobern. Auf dem ersten Wahlplakat, das CDU, Galf, dfB und FDP gestern vorstellten, sind die Logos der vier Fraktionen zu sehen. Das Wort „Gemeinsam“ ist in den Farben schwarz, grün, blau und gelb geschrieben. „Die Stadt sind wir alle“ steht darunter.

Alle vier Fraktionen stünden zu hundert Prozent hinter der Kandidatur von Bernd Blisch und würden seinen Wahlkampf intensiv unterstützen, kündigten die Fraktionschefs an. Das sei eine „ungewöhnliche Konstellation“, räumte Galf-Fraktionschefin Renate Mohr ein. Man habe sich jedoch nach der Kommunalwahl 2016 zu Sondierungsgesprächen getroffen und schnell festgestellt, „dass unser gemeinsames Thema die Stadtentwicklung ist. Da wollen wir einen Gang zurückschalten, Flörsheim so gestalten, dass man’s auch in 20 Jahren noch erkennt. Und wir wollen Ruhe in die Kommunalpolitik bringen.“

Mit dem amtierenden Bürgermeister Michael Antenbrink ist das aus Sicht der vier Fraktionen, die zusammen rund 70 Prozent der Stadtverordneten stellen, nicht möglich. Das Bündnis unterstellt Antenbrink „Herrschaftsgebaren“ und politische Alleingänge vorbei am Parlament. Bürger würden in Entscheidungen so gut wie gar nicht einbezogen. Die Stadt, die zu Zeiten christdemokratischer Bürgermeister noch üppige finanzielle Rücklagen hatte, sei mittlerweile hoch verschuldet, bedauerte CDU-Fraktionschef Marcus Reif. „Das Gemeinsame in der Stadt ist verlorengegangen“, sagt Thomas Probst (dfB).

Flörsheim

Bernd Blisch, gebürtiger Flörsheimer, langjähriger Leiter des städtischen Kulturamtes und zuletzt kommissarischer Direktor des Wiesbadener Stadtmuseums, soll als neuer Verwaltungschef frischen Wind in die Stadtpolitik bringen und für einen besseren Stil in der Kommunalpolitik sorgen. Als Wunschkandidat des Viererbündnisses wurde er schon Anfang des Jahres ausgedeutet. Blisch könne „zusammenführen, Gemeinsamkeiten finden und Kompromisse ausarbeiten“, ist FDP-Fraktionschef Thorsten Press überzeugt. Mit ihm könnten sich die Bürger identifizieren. Die Christdemokraten beeindruckte ganz besonders das exzellente Wahlergebnis des 54-Jährigen. Blisch bekam bei der Kommunalwahl 2016 die meisten Stimmen aller CDU-Kandidaten und wurde auch bei den Kommunalwahlen 2011 davor von den Wählern auf der Liste weit nach vorne geschoben.

Bernd Blisch selbst sieht sich in der Rolle der „Moderators“. „Die Zeiten, in denen einer Oberindianer spielt und alles vorgibt, sind vorbei“, ist er überzeugt. Er wolle als Bürgermeister mit allen politischen Kräften zusammen nach Lösungen suchen, auch die SPD in Gespräche einbinden und die Bürger mitnehmen, sagte Blisch gestern vor der Presse. Flörsheim solle sich wieder auf Augenhöhe mit den Nachbarstädten entwickeln und seinen Standpunkt in der Region finden. Dass er von vier Fraktionen, die noch vor nicht allzu langer Zeit nicht viel gemeinsam hatten, unterstützt werde, sei reizvoll. „Das ist eine neue Geschichte für Flörsheim und sehr spannend.“

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 25. Oktober 2017


Aus dem zuletzt offenen Geheimnis wurde vor zwei Tagen Gewissheit: Dr. Bernd Blisch bewirbt sich um das Bürgermeisteramt.

Am Dienstag stellten CDU, dfb, FDP und GALF den von ihnen gemeinsam nominierten Kandidaten vor und erläuterten ihre Entscheidung. Der 1962 in Flörsheim geborene Bürgermeisterkandidat des Viererbündnisses gehört zweifelsohne zu den bekannten Gesichtern der städtischen Gesellschaft, was nicht zuletzt an seinem kommunalpolitischen Engagement liegt. So hat der Christdemokrat aktuell mehrere politische Ämter inne: Blisch ist Mitglied der CDU-Fraktion in der Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung, Mitglied im Ausschuss für Soziales und Kultur sowie der Betriebskommission Stadthallen und stellvertretender CDU-Stadtverbandsvorsitzender. Als Politiker bewarb sich Blisch bereits vor viereinhalb Jahren für einen hauptamtlichen Posten im Rathaus. Im März 2013 war er Initiativkandidat der CDU bei der Wahl zum Ersten Stadtrat und unterlag, den seinerzeitigen Mehrheitsverhältnissen im Stadtparlament geschuldet, nur knapp dem jetzigen Amtsinhaber Sven Heß (GALF). Bernd Blisch kann zudem auf jahrelange Erfahrung im Verwaltungswesen der Stadt Flörsheim verweisen, wenngleich diese bereits vor einiger Zeit gesammelt wurde – von 1989 bis 1993 war er Leiter des Flörsheimer Kulturamtes.

Seit 28 Jahren arbeite er im öffentlichen Dienst, seit 23 Jahren in leitender Funktion, so Blisch: „Ich bin absolut vertraut mit zeitgemäßem Management und Personalführung in der öffentlichen Verwaltung. Im Bereich Kultur gilt es immer, mit knappen finanziellen Mitteln auszukommen. Ob an der Mainzer Universität, im Flörsheimer Kulturamt oder im Wiesbadener Museum: bei mir haben die Kassen gestimmt – bei größtmöglichem Angebot.“ Bernd Blisch misst dem Begriff „Heimat“ hohe Bedeutung zu. Tradition, aber auch Heimatverlust haben ihn geprägt – seine Vorfahren väterlicherseits lebten bereits seit mehreren Generationen in Flörsheim, die Familie seiner Mutter wurde 1946 aus Mähren vertrieben. Daneben sind für Blisch, der Anglistik und Germanistik in Mainz und Birmingham studierte, Internationalität und Weltoffenheit „keine Schlagworte, sondern gelebtes Leben“. Er habe „stets den Anspruch, über den Stadtrand hinaus zu blicken“, so Blisch. So wolle er beispielsweise die während seines Wirkens als kommissarischer Direktor des Wiesbadener Stadtmuseums geknüpften Kontakte mit Ministern und Ministerialverwaltung zum Wohle der Stadt Flörsheim nutzen. Bernd Blisch, der unter anderem dem Vorstand des Hessischen Museumsverbands angehört, engagiert sich als Vorsitzender des Flörsheimer Heimatvereins und ist Mitglied des Stiftungsrates der Flörsheimer Bürgerstiftung, für die er zwei Jahre lang als Geschäftsführer tätig war.

Sowohl beruflich als auch gesellschaftlich, beispielsweise auf Vereinsebene, gehöre die Gesprächs- respektive Verhandlungsführung auf Augenhöhe zu seinen Leitsätzen, betont Blisch. Die Kriterien „Vita, Verwurzelung und Verhaltensform“ stimmen aus Sicht des Viererbündnisses wie bei keinem Zweiten. Bernd Blisch, der von der Mitgliederversammlung der CDU mit 100-prozentiger Zustimmung als Bürgermeisterkandidat worden war, genießt auch das volle Vertrauen von dfb, FDP und GALF. Daran ließen die Spitzenvertreter des Viererbündnisses bei der Präsentation ihres gemeinsamen Kandidaten keinen Zweifel aufkommen. Seit Anfang dieses Jahres habe Bernd Blisch als Kandidat des Viererbündnisses festgestanden, teilte die GALF-Fraktionsvorsitzende Renate Mohr mit. Die Bündnispartner seien schnell übereingekommen, aufgrund ihrer großen thematischen Schnittmengen auf einen gemeinsamen Bewerber zu setzen. Das Viererbündnis habe aber die Kandidatur Blischs so lange wie möglich geheimgehalten, um angesichts der Masse an heiß diskutierten Themen nicht für noch mehr Unruhe zu sorgen. An ihnen mangele es gegenwärtig zwar auch nicht, doch nun, gegen Ende des Jahres, sei der Zeitpunkt für eine öffentliche Vorstellung günstiger. Die Stadt, so Mohr, entwickele sich unter dem amtierenden Bürgermeister immer schneller in die falsche Richtung. Das Viererbündnis wolle diesen Prozess entschleunigen und den Kurs in offener parlamentarischer Zusammenarbeit korrigieren. Bernd Blisch stehe für einen Wechsel, gewissermaßen für eine Reparatur der zuletzt heruntergekommenen, arg beschädigten Diskussions- und Entscheidungskultur im politischen Raum.

Auch der dfb-Fraktionsvorsitzende Thomas Probst betonte, dass es wichtig sei, Politik gemeinsam und nicht gegeneinander zu gestalten. Schließlich gehe es um das Wohl der Stadt, die mit Bernd Blisch als Bürgermeister jene verloren gegangene politische Kultur zurückerhalte, die allen – Parteien wie Bürgern – „wieder Spaß macht“. „Ein Bürgermeister muss zusammenführen und Kompromisse ausarbeiten können“, ergänzte der FDP-Fraktionsvorsitzende Thorsten Press. „Wir brauchen jemanden, mit dem sich die Bürger auch ein Stück weit identifizieren können und der die Gepflogenheiten der Ortsteile kennt.“ All das treffe auf Bernd Blisch zu, sagte Press; der Kandidat des Viererbündnisses sei ohne Zweifel jemand, der die Leute nicht trennt, sondern verbindet. Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Markus Töpfer bezeichnete den 24. Oktober 2017 als „historischen Tag für die Stadt Flörsheim“. Mit Bernd Blisch trete nämlich ein Kandidat an, der ausdrücklich von vier politischen Kräften – und nicht nur von einer Partei – nominiert wurde. „Das gab es in dieser Form vorher nicht“, meinte Töpfer. Blisch sei nicht (nur) der Kandidat der Christdemokraten, sondern des Viererbündnisses, unterstrich der CDU-Vorsitzende, der zur Verdeutlichung in diesem Zusammenhang auf das im Rahmen des Pressegespräches vorgestellte Wahlplakat mit dem Slogan „Gemeinsam – Die Stadt sind wir alle!“ hinwies.

„Eine neue Geschichte kann in Flörsheim beginnen, indem wir die Stadt gemeinsam entwickeln“, erklärte Bernd Blisch. Er wolle als Bürgermeister diese Entwicklung moderieren; als „Vereinsmensch“ falle ihm das nicht schwer. Sowohl in einem Verein als auch in einer Stadt gebe es verschiedene Auffassungen und Meinungsströme hinsichtlich des Weges; in der Zielsetzung, nämlich ein gesundes und zukunftsfähiges Gemeinwesen zu erhalten, herrsche jedoch Einigkeit. Er wolle daher auf Anregungen offen reagieren und durch frühe und umfassende Einbindung der Gremien die Basis für eine faire, ausgewogene Entscheidungsfindung schaffen. Das sei insbesondere bei der zentralen Frage, wie Flörsheim in 10, 15 oder 20 Jahren aussehen soll, von entscheidender Bedeutung. Er scheue die Auseinandersetzung mit dem Amtsinhaber nicht, einen gegenseitigen Austausch von Tiefschlägen werde es mit ihm jedoch nicht geben. Bereits im Wahlkampf will Bernd Blisch die Kompetenzen beweisen, die ihn später – das entsprechende Wahlergebnis am 27. Mai 2018 vorausgesetzt – als Bürgermeister auszeichnen sollen: Fairness, Sachlichkeit und Sachverstand.

Quelle: Flörsheimer Zeitung vom 26. Oktober 2017

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