Vereinsarbeit wird „Chefsache“ – zum Treffen mit Flörsheimer Vereinsvorständen am 15. Januar im „Flörsheimer Keller“

Für den 15. Januar hatte ich die Vereine aus der ganzen Stadt in den Flörsheimer Keller eingeladen. Die ehrenamtliche Arbeit, die in den Vereinen geleistet wird, ist ein Rückgrat unserer Stadt- und Zivilgesellschaft und seit vielen Jahren ein ausgesprochener Charakterzug Flörsheims.

  • Was heißt es, in Zeiten knapper Kassen ehrenamtliche Arbeit zu leisten?
  • Was heißt es, bei sich verändernden gesellschaftlichen Strukturen ehrenamtliche Arbeit zu leisten?
  • Wie kann und soll Vereinsarbeit im 21. Jahrhundert aussehen?
  • Welche Rahmenbedingungen müssen von einer Kommune bzw. der Politik bereitgestellt werden, um ehrenamtliche Tätigkeit entfalten zu können?

Darüber wollte ich gemeinsam mit Vereinsvorsitzenden und -vorständen nachdenken und ins Gespräch kommen.

Erst jüngst, bei dem Treffen an der Warte am 1. Januar, habe ich in meiner Rede betont, dass ich eine Zukunft für unsere Stadt möchte, die Tradition, Kultur und Moderne verbindet. Eine Zukunft unter Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger, mit denen ich offen und klar kommunizieren möchten – bürgernah und integrierend. Deshalb ist mir das Gespräch mit vielen Bürgerinnen und Bürgern immer wichtig. An diesem Abend interessierten mich aber besonders die Schwierigkeiten und Sorgen in der Vereinsarbeit, um zukünftig als Bürgermeister Abhilfe schaffen zu können. Gleichzeitig interessierten mich aber auch die Ideen und die Kreativität in der Vorstandsarbeit. Hier konnten wir gemeinsam darüber reden, was alles besser gemacht werden kann im Vergleich zu den letzten Jahren.

Bei der Veranstaltung am 15. Januar haben rund 30 Vereinsvertreter teilgenommen, darüber hinaus traten weitere Vereine, die an diesem Abend keine Zeit hatten, mit mir in schriftlichen oder E-Mail-Kontakt.

Drei Punkte kamen in der Gesprächsrunde immer wieder zur Sprache und werden für mich zentrale Themen in meiner zukünftigen Arbeit für Flörsheim sein:

  • Ehrenamt braucht Raum – für die Vereinsarbeit, für die Proben, für das Training, für die Präsentation. Dafür wurden einmal die Stadthalle, die Sporthallen und die übrigen öffentlichen Einrichtungen in Flörsheim gebaut.

Ich werde alles daran setzen, dass dies in Zukunft auch wieder so sein wird. Vereinsarbeit und Ehrenamt dürfen nicht an zu hohen Mieten scheitern.

  • Ehrenamt braucht ein Netzwerk – für die ehrenamtliche und Vereinsarbeit ist es unerlässlich, dass man sich untereinander kennt, dass man weiß, wie man unkompliziert Hilfe bekommen kann, dass man im Notfall und bei Bedarf kurze Wege gehen kann.

Als Bürgermeister werde ich dafür sorgen, dass für das Ehrenamt ein solches Netzwerk eingerichtet wird – in regelmäßigen Gesprächsrunden genauso wie im virtuellen Raum. Ich stelle mir vor, dass es zukünftig eine der Aufgaben des kulturellen Zweiges der Flörsheimer Bürgerstiftung sein wird, ein solches Netzwerk des Ehrenamtes aufzubauen und dauerhaft zu gewährleisen.

  • Die Stadt lebt mit dem Ehrenamt – Flörsheim war vor Jahren noch dafür bekannt, schöne Garten- und Parkanlagen zu besitzen. In der Altstadt gibt es wunderschöne Plätze. Vereine könnten die Grünanlagen und Plätze mit Leben erfüllen und für die Bürgerinnen und Bürger, weit über Flörsheim hinaus, attraktiv machen.

Als Bürgermeister werde ich mich persönlich dafür einsetzen, dass die Schönheiten der Gesamtstadt wieder sichtbar werden. Flörsheim soll wieder mit und auf seinen Plätzen und Parks leben.

Ich bin selbst ein „Vereinsmensch“ und seit Jahrzehnten in unterschiedlichsten Positionen und mit verschiedensten Aufgaben ehrenamtlich in unserer Stadt engagiert. Und ich weiß, wie wichtig und notwendig es für Vereinsvertreter ist, einen Ansprechpartner an der Spitze der Verwaltung zu haben. Das werde ich für die Flörsheimer Verein sein, denn die Förderung der Vereine und des Ehrenamts für mich selbstverständlich „Chefsache“.

Flörsheim braucht seine Vereine!

Gemeinsam – die Stadt sind wir alle.

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