Wahlprogramm – die Stadt sind wir alle!

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Die Stadt sind wir alle

Bernd Blisch – für eine lebenswerte Stadt mit Identität in einer pulsierenden Metropolregion

Am 27. Mai findet in Flörsheim am Main die Bürgermeisterwahl statt. Für die Stadt stehen wichtige und weitreichende Entscheidungen an, denen ich mich tatkräftig, effektiv und nachhaltig, aber immer unter größtmöglicher Bürgerbeteiligung, widmen werde. Meine Kandidatur steht für ein respektvolles Miteinander und für Entscheidungen mit Freude, Anspruch und Maß. Vieles in dieser Stadt ist in Unordnung. Das Miteinander, der politische Stil, die Konfrontation, das Zurückhalten von Informationen, die struktur- und strategielose Stadtentwicklung, die Grünpflege, der Zustand der Grünanlagen und Spielplätze. Lassen Sie uns das ändern. Die Stadt hat vieles, was es zu bewahren gilt. Und daraus möchte ich mit den Flörsheimern, den Weilbachern, den Wickerern, den Keramag-Falkenbergern, den Bad Weilbachern eine Zukunft gestalten, ohne die Herkunft zu vernachlässigen. Mit Tradition in die Zukunft! Dafür werbe ich. Dafür stehe ich.

Ich kandidiere gerne als Bürgermeister in meiner Heimatstadt. Ich verstehe mich als unabhängigen Kandidaten, der von den Parteien CDU, GALf, dfb und FDP unterstützt wird. Dabei steht für mich im Vordergrund, die Interessen möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger zu vertreten. Die vier Parteien, die mich unterstützen, stehen für Werte und Vorstellungen für und in unserer Stadt, die auch viele Flörsheimerinnen und Flörsheimer mittragen. Dieses gemeinsame Verständnis für die Zukunft unserer Stadt werde ich mit ins Rathaus nehmen. Es geht jetzt darum zu gestalten, statt zu verwalten – gemeinsam, denn die Stadt sind wir alle.

Das bin ich

Geboren bin ich 1962 in Flörsheim. Hier ging ich in den Kindergarten und in die Grundschule. Später besuchte ich das Kreisgymnasium Hofheim. Studiert habe ich in Mainz und in Birmingham. Internationalität und Weltoffenheit sind für mich keine Schlagworte, sondern gelebte Realität. Schon lange lebe ich mit meinem Partner zusammen und führe ein Leben, in dessen Freizeit die Themen Musik und Kunst einen hohen Stellenwert einnehmen.

Seit 1989 arbeite ich im öffentlichen Dienst, seit 1995 in leitender Funktion. Ich bin vertraut mit zeitgemäßem Management und mit Personalführung in der öffentlichen Verwaltung. Im Bereich Kultur, in dem ich in der Verwaltung überwiegend tätig war, gilt es immer, mit knappen finanziellen Mitteln auszukommen. Ob an der Mainzer Universität, im Flörsheimer Kulturamt oder im Wiesbadener Museum – meinen bisherigen zentralen Karrierestationen: Bei mir haben die Kassen gestimmt – bei größtmöglichem Angebot. Die Bereitschaft, neue Ideen umzusetzen und das sprichwörtliche offene Ohr für die Anliegen der Bürger zeichnen mich aus.

Ende der 90er Jahre war ich an der Einrichtung des Kulturzweiges der Flörsheimer Bürgerstiftung mit beteiligt. In Wiesbaden habe ich das Stadtmuseum aus einer Abteilung der Stadtverwaltung in eine Stiftung überführt, was deutlich mehr Freiheiten und größeren finanziellen Spielraum zur Folge hatte. In dieser Zeit habe ich vielfältige Kontakte mit Ministern und der Ministerialverwaltung aufgebaut. Diese Kontakte werde ich weiterhin zum Wohle unserer Stadt nutzen.

Meine aktuellen politischen Ämter in Flörsheim:

  • Mitglied der CDU-Fraktion in der Flörsheimer
    Stadtverordnetenversammlung
  • Mitglied im Ausschuss für Soziales und Kultur
  • Mitglied der Betriebskommission Stadthallen
  • Stellvertretender CDU-Vorsitzender des
    CDU Stadtverbands Flörsheim
  • Stiftungsrat der Flörsheimer Bürgerstiftung

Dazu kommen noch zahlreiche ehrenamtliche Engagements in Flörsheim und der Region.

Vorausschauende Stadtentwicklung

Gemeinsam mit allen Flörsheimerinnen und Flörsheimern möchte ich die Zukunft unserer Stadt gestalten. Dabei gilt es, den Charakter der Stadt zu bewahren und ihr ein Gesicht zu geben, das Flörsheim inmitten einer Metropolregion unverwechselbar macht.

Mit dem Schließen der Baulücken im Norden von Flörsheim neigt sich der Wohnungsbau in diesem Bereich seinem Ende zu. Um preisgünstigen Wohnraum, sowohl zur Miete als auch als Eigentum, entwickeln zu können, soll für junge Familien weiteres Baugelände in Wicker, Weilbach und Flörsheim ausgewiesen werden. Entsprechende Kalkulationen für die Schaffung von ausreichend Kitaplätzen werden mit mir als Bürgermeister im Vorfeld der Planungsarbeiten stattfinden.

Ein gesondertes Programm soll sicherstellen, dass nicht nur Reihenhäuser in verdichteter Form, sondern auch Wohngebäude mit einer gemischten Nutzung von sozial geförderten und „normalen“ Wohnungen gebaut werden. Diese Baugebiete sind in einen übergeordneten Plan einzubetten, der sowohl die Frequentierung durch Fahrzeuge wie auch die Versorgung der Bewohner mit dem alltäglichen Bedarf einbezieht. Flörsheim darf nicht an den Rändern ausufern, sondern soll die einst favorisierte halbkreisförmige Entwicklung beibehalten. Die Idee der Stadt der kurzen Wege muss höchste Priorität haben, ebenso die weitere Verkehrsentlastung.

Aus diesem Grund hat das in der Diskussion befindliche integrierte Stadtentwicklungskonzept, das von allen Fraktionen gewünscht ist, für mich hohe Priorität. Ich werde es so schnell wie möglich mit den Fraktionen abstimmen, ausschreiben und voranbringen. Die Entwicklung des Stadtentwicklungskonzepts geht für mich nicht ohne eine umfassende Bürgerbeteiligung, denn politische Weichenstellungen für die nächsten Jahrzehnte müssen mit den Flörsheimern gemeinsam getroffen werden. Genauso soll für zukünftige Generationen genug Gestaltungsspielraum bleiben, um ihre Ideen zu gegebener Zeit einzubringen. Nachhaltigkeit geht hier vor Schnelligkeit.

Die zentrale Frage ist: wie wird sich Wohnen, Gewerbe und die Versorgung der Bürger Flörsheims entwickeln? Wie sieht unser Plan für die nächsten 30 Jahre aus? Wie können wir den Charme, den Charakter und das Liebenswerte unserer schönen Stadt bewahren, trotz des steigenden Drucks zur Erschließung neuer Wohngebiete? Dafür brauchen wir ein gutes Konzept, das nur durch das Mitwirken der Flörsheimer die Akzeptanz findet, die wir für die Entwicklung der nächsten Jahrzehnte brauchen.

Flörsheim soll die Stadt mit Charme bleiben, die sie über Jahrzehnte hinweg war. Bequem zu Fuß zu durchlaufen und mit dem Rad zu durchfahren, mit schönen Plätzen zum Verweilen, für Kinder zum Spielen und einer attraktiven Infrastruktur. Deshalb werde ich dafür sorgen, dass die ohnehin schon sehr hohe Verkehrs- und Lärmbelastung auf keinen Fall weiter ansteigt. Künftige Planungen sollen zu einer Reduzierung dieser Belastungen führen.

Ortsumfahrung Weilbach

Mit allem Nachdruck und mit größter Intensität müssen endlich die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern geführt werden, deren Flächen zum Bau der kleinen Ortsumfahrung Weilbach benötigt werden. Ein regelmäßiger Zwischenbericht über den Fortgang soll die nötige Transparenz bieten und zugleich den aktuellen Stand beleuchten. Jegliche Beeinträchtigungen oder Störungen, die sich bei den Verhandlungen ergeben, sollten in dem Halbjahresbericht aufgelistet werden. Eins ist klar – die Verwirklichung der Umgehungsstraße Weilbach mit dem ersten und zweiten Abschnitt hat absolute Priorität! Hier setze ich auch weiterhin auf die Unterstützung aller Parteien.

Grün- und Erholungsflächen

Gepflegte Grün- und Erholungsflächen sollten wieder unsere Visitenkarte sein. Für die Lebensqualität der Bewohner unserer Stadt ist es unabdingbar, dass mehr Wert auf die Pflege der Grünanlagen gelegt wird. Die öffentlichen Grünflächen sind nicht nur ein optisch ansprechendes Entrée, sondern auch gesundheitsfördernd. Dies kommt vor allem Kindern und Senioren zugute. Das Mainufer, die bestehenden

Parks und Plätze sollen wieder Orte der Geselligkeit und Öffentlichkeit werden.

Der äußere Zustand der städtischen Flächen spiegelt gleichzeitig den inneren Zustand des Verhältnisses zwischen Bürgern und Verwaltung wieder. Es kann nicht sein, dass aus parteipolitischem Kalkül die Pflege von öffentlichen Grünanlagen vernachlässigt oder ein überflüssiger Kahlschlag als notwendige Maßnahme dargestellt wird. Ich schlage in diesem Zusammenhang vor, auch darüber nachzudenken, kleinere ungenutzte Grünflächen von Bürgerinnen und Bürgern im Sinne eines „Urban Gardening“ bebauen und nutzen zu lassen. Grundsätzlich sind die Bürgerinnen und Bürger bei der Grünpflege in Flörsheim am Main und seinen Stadtteilen mit einzubinden. Baum- und Grünpatenschaften sollen gefördert werden.

Es ist für mich notwendig, dass im Rahmen eines allgemein abgestimmten Stadtentwicklungskonzepts endlich eine Schwächen-Stärken-Analyse auch für Grünflächen realisiert wird. Die Wünsche der Bürger, was in den Grünflächen geschehen darf, müssen eingeholt und berücksichtigt werden.

Unsere Altstadt

Mit der Neubebauung des ehemaligen Schützenhof- bzw. Axthelm-Geländes ist für die Altstadt noch nichts gewonnen. Gemeinsam mit den Gaststättenbetreibern, der Terra, den Vereinen und dem Handwerker- und Gewerbeverein möchte ich neue Ideen entwickeln, wie wir die Altstadt durch zielgerichtete Maßnahmen wieder mehr beleben. Wir haben im Zentrum des Rhein-Main-Gebiets und als Schwerpunkt im Regionalpark eine große Chance, dass Menschen uns besuchen und hier einen Teil ihrer Freizeit verbringen. Darüber hinaus möchte ich mit den Hauseigentümern der zurzeit leerstehenden Geschäfts- und Wohnräume ins Gespräch kommen, um hier Unterstützung bei der Vermittlung zu geben.

Jung und Alt

Der demografische Wandel fordert unser aller Umdenken. Intelligente Bauplanungen erlauben es schon heute flexibel auf die Bedürfnisse von Jung und Alt gemeinsam zu reagieren. Nicht Quantität, sondern Qualität stehen für mich dabei im Vordergrund: Generationenübergreifend leben – mitten in Flörsheim. Ausreichende Kitaplätze haben in unserer familienfreundlichen Stadt oberste Priorität. Es geht mir um die Kinder und ihre Eltern, nicht um den Rechtsanspruch.

Auch Ältere werden bei mir nicht vergessen. Veränderungen im Stadtraum – Straßenquerungen, abgesenkte Bürgersteige, öffentliche Gebäude und Plätze – werde ich auf senioren- und behindertengerechte Qualität hin überprüfen lassen. Der Seniorenberatungsstelle kommt bei der Suche von älteren Menschen nach alternativen Wohnformen im Alter zukünftig eine wichtige Aufgabe zu.

Grundsteuer – das Geld der Bürger

Der städtische Haushalt kann auf Dauer nicht durch ständige Erhöhungen des Grundsteuerhebesatzes ausgeglichen werden. Schon die Kommunalverfassung schreibt vor, dass die Städte und Gemeinden bei der Erhebung ihrer Steuern, also auch bei der Grundsteuer, besonders den sozialen Aspekt zu berücksichtigen haben. Es ist das Geld der Bürger, das einen verantwortungsvollen Umgang verlangt. Bei einer Grundsteuererhöhung werden nicht nur die Eigentümer, sondern auch die Mieter durch die höheren Zahlungen belastet. Eine soziale Ausgewogenheit lässt sich so nicht erreichen. Auch und gerade wegen der jungen Familien, die Wohnungseigentum erworben haben oder dies planen, muss die Grundsteuer in einem erträglichen Rahmen gehalten werden. Bei der künftigen Aufstellung des städtischen Haushalts werde ich außerdem darauf achten, dass die Dezernate eng und kooperativ zusammenarbeiten. Transparenz hat hier oberste Priorität. Die Verwaltung, vor allem die Amtsleitungen, werden von mir in besonderem Maße einbezogen.

Gezielte Gewerbeansiedlungen

Ich möchte den Verkauf von Grundstücken an Unternehmen, die gewaltige und unattraktive Logistikeinheiten in Flörsheim platzieren, stoppen. Wir sind durch unsere Gewerbegebiete mit sehr viel Lkw-Verkehr belastet. Eine weitere Expansion in diesem Bereich führt nur zu einer noch größeren Minderung der Lebensqualität, denn zu den Belastungen durch den Lkw-Verkehr kommen noch die Flugbewegungen über Flörsheim sowie die Lärmentwicklung von den umliegenden Autobahnabschnitten, der Bundesstraßen und der Bahn. All dies hat ein Maß erreicht, das einen Stopp bei der Ansiedlung von Logistikunternehmen rechtfertigt. Zumal die Gewerbesteuereinnahmen durch solche Art von Unternehmen in keinem Verhältnis zu den Belastungen und zu den auf Dauer zu zahlenden Reparatur- und Sanierungsarbeiten stehen. Ich möchte mit den Fraktionen gemeinsam eine kleinteilige Entwicklung der Gewerbegebiete mit einer guten Mischung mittelständischer und kleinerer Unternehmen erreichen. Dafür haben wir ein gutes Angebot an Gewerbeflächen, die wir viel gezielter und regionaler vermarkten werden.

Flörsheim könnte sich als Standort für die junge digitale Gründerszene etablieren, für die günstige Büroflächen in der Altstadt zur Verfügung gestellt werden könnten. Eine städtische Wirtschaftsförderung muss dies steuern, managen und betreuen. Das ist mit Gründer-Stammtischen alleine nicht zu erreichen.

Viele IT-Unternehmen, Unternehmen aus der Medizin und Biotechnologie, aber auch Dienstleister in der Region suchen händeringend Flächen zur Entwicklung. In unserer direkten Nachbarschaft entstehen Standorte für Technologie-Unternehmen, die mehrere hundert Millionen Euro investieren. Flörsheim muss hier nicht leer ausgehen und kann durch seine Lage, seine Anbindung und als lebenswerte Stadt punkten.

Verwaltung und Bürgerservice

Künftig strebe ich mit den benachbarten Mainstädten Hochheim und Hattersheim eine interkommunale Zusammenarbeit an. Gemeinsame Arbeitsabläufe in vielen Bereichen lassen sich vereinfachen und ermöglichen somit kostensparende Synergieeffekte.

Selbstverständlich ist, dass die Verwaltungsmitarbeiter der Stadt zuverlässige Ansprechpartner für die Bevölkerung sind. Ich möchte, dass die Verwaltung für die Bürger ein guter Ratgeber mit bestem Service und schnellen Entscheidungen wird. Die Verwaltung muss auch wieder näher an die Bürger heranrücken. Das gilt auch und insbesondere für die Stadtteile. Dabei kann die in anderen Städten bereits realisierte Idee des Bürgerkoffers zum Einsatz kommen, also eine mobile Servicestelle, die zu regelmäßigen Zeiten oder auch auf Wunsch vor Ort in den Stadtteilen zum Einsatz kommt.

Auch die digitale Verwaltung möchte ich als zukünftiges Projekt angehen. Viele Wege können erspart bleiben, wenn der Bürger bequem von zuhause bspw. Personalausweise und Pässe, Kinderbetreuungsplätze und Führungszeugnisse direkt über die städtische Internetseite beantragen kann.

Die mangelnde Kommunikation zwischen den Dezernaten von Bürgermeister und Erstem Stadtrat schadet Flörsheim. Hier gilt es, neues Vertrauen in der Verwaltung aufzubauen und das Vertrauen der Flörsheimer zurückzugewinnen. Das geht nur auf Augenhöhe mit den Bürgern.

Das Rathaus muss darüber hinaus wieder einen Empfang bieten – nicht nur buchstäblich. Der anonyme Gebäude des neuen Rathauses ermöglicht kein direktes Miteinander.

Planungsgrundlagen gemeinsam erarbeiten

Um für die künftige Entwicklung unserer Kommune eine bessere Grundlage zu bekommen, sollte in Gesprächen, Informationsveranstaltungen, aber auch via Internet ein intensiver und regelmäßiger Erfahrungsaustausch betrieben werden. Was wollen die Flörsheimer? Was vermissen die Flörsheimer? Was kritisieren die Flörsheimer? Diese drei Fragen sollten im Mittelpunkt des Austauschs stehen.

Es muss eine Rangfolge der von den Bürgerinnen und Bürgern genannten Probleme erstellt werden. Gemeinsam mit dem Stadtverordnetenvorsteher werde ich über neue Formen und Wege bei Bürgerversammlungen suchen und häufigere Informationsveranstaltungen anbieten.

Straßen und Wege aufwerten

Viele innerstädtische Straßen, von der Wickerer über die Graben- bis hin zur Haupt- und Bahnhofstraße haben in den letzten Jahren eine starke Wandlung erfahren, die das Stadtbild negativ beeinflusst. In einzelnen Bereichen der Innenstadtlagen kann durch die Platzierung von kleineren Grünflächen oder

Solitärbäumen eine Aufwertung des Straßenbildes erreicht werden. Noch dazu kann man mit solchen „optischen Signalen“ oft mehr für ein langsames Fahren erreichen als durch einen Schilderwald am Fahrbahnrand. Die Aufstellung eines Gesamtplanes für Aufwertung der Straßen und Fahrbahnen ist notwendig. Dieser wiederum soll in engem Zusammenhang mit dem Stadtentwicklungskonzept stehen. Zu vermeiden ist, dass für „kosmetische“ Straßenaufwertungen längere Bauzeiten in Kauf zu nehmen sind.

Flörsheimer Bürgerstiftung

Die Grundidee der Flörsheimer Bürgerstiftung – die Menschen spenden zum Verlobten Tag und der Stiftungsrat kann das Jahr über Gutes tun bei Menschen, die durch das Raster der öffentlichen Hand fallen, lässt sich aufgrund der schwierigen Finanzmarktsituation nicht mehr ausreichend realisieren. Zukünftig sollte sich die Bürgerstiftung eigene Projekte überlegen, für die sie gezielt Spenden sammelt. Das heißt, dass ich die Bürgerstiftung von einer reinen Plattform für Spenden zu einem Instrument zur Förderung sozialer Projekte, kultureller Themen und gesellschaftlicher Veranstaltungen ausbauen will. Der Grundgedanke – die Hilfe für Menschen in Not – bleibt dabei im Mittelpunkt des Handelns. Außerdem soll geprüft werden, ob der Mainturm und das Heimatmuseum ins Vermögen der Bürgerstiftung eingebracht werden können. Die Bürgerstiftung wird mit den Häusern arbeiten, eigene Veranstaltungen durchführen oder die Räumlichkeiten an private oder die öffentliche Hand vermieten (Trauzimmer, Wein und Kunst). Die bisherigen Aufwendungen der Stadt für den Unterhalt der beiden Gebäude gehen als städtischer Zuschuss an die Bürgerstiftung. Analog zum Heimatverein für das Heimatmuseum organisiert die Stiftung einen Verein für den Mainturm. Die Bürgerstiftung erhält das Gebäude „Hauptstraße 41“ (ehem. Rotes Kreuz, dann Verein „Für Flörsheim“) als Büro und Organisationszentrum. Mit Vereinen wie „Bürger helfen Bürger“ sollen Gespräche geführt werden, wie Synergien entstehen können.

Vereine im Mittelpunkt

Ich möchte, dass die Vereine wirklich davon profitieren, dass sie uns allen Sport- und Kulturangebote zur Verfügung stellen und zugleich auch integrativ wirken. Ein neuer Vereinsreferent in der Verwaltung soll künftig für eine bessere Koordination z.B. von Raumanmietungen, Hallenbelegungszeiten und Terminierungen zuständig sein. Der Referent sollte dem Kulturamt angehören, eine neue Stelle soll nicht dafür geschaffen, sondern der bestehende Stellenplan dafür genutzt werden. Darüber hinaus ist die Vereinsarbeit Chefsache. Mit regelmäßigen Treffen möchte ich ganz persönlich die Wünsche und Projekte der Vereine vorantreiben. Auch die Vernetzung der Vereine soll schnellstmöglich angestoßen und intelligent realisiert werden.

In der Vergangenheit mutierte die Vereinsförderung zu einem bürokratischen Monstrum. Rechnungen wurden in voller Höhe gestellt, Förderung per Gutschrift nachgereicht. Wir wissen doch alle, wie wichtig die Vereine für unsere Stadt sind. Die Abläufe müssen deutlich vereinfacht werden. Und darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen, dass auch die Räume knapp werden. Die Vereine brauchen mehr Möglichkeiten, ihre gute Arbeit fortzuführen!

Marienkrankenhaus

Mit der Schließung des Marienkrankenhauses ging eine lange Tradition zu Ende. Doch jedes Ende birgt auch die Chance für einen Neuanfang. So tun sich auch bei der Zukunftsplanung des ehemaligen Marienkrankenhauses neue Chancen für die Immobilie auf. Nachdem feststeht, dass die Fachärzte in dem Gebäude verbleiben und weitere Ärzte aus anderen Fachbereichen ihr Interesse bekunden, werde ich mit den Betreibern konstruktive Gespräche über die Zukunft der Immobilie führen. Das von CDU, GALF, dfb und FDP erarbeitete Konzept für ein Flörsheimer Ärzte-, Praxis- und Gesundheitszentrum als sozialen Campus Flörsheim halte ich für den richtigen Weg. Außerdem könnte in einem Gebäudekomplex des Marienkrankenhauses ein Modell für betreutes Wohnen realisiert werden.

In diesem Zusammenhang ist auch eine Grundversorgung durch niedergelassene Allgemeinmediziner fest im Blick zu behalten. Neustrukturierung im Zusammenhang mit den Entwicklungen des ehemaligen Marienkrankenhauses geben hier die Möglichkeit, durch Gemeinschaftspraxen und/oder Vernetzung der Ärzte ergänzend neue Wege zu gehen. Der Erhalt der Kapelle sowie die Wiedereröffnung der Cafeteria ist mir ein besonderes Anliegen.

Sichere Schulwege

Zwei besonders neuralgische Punkte sind zu erwähnen, wenn es um die Schulwege geht. Zum einen die Bürgermeister-Lauck-Straße bzw. der Pérols-Kreisel Ecke Kapellenstraße, zum anderen die Werner-von-Siemens-Straße. Auf beiden Straßen gibt es einen Halte-Suchverkehr durch die Anfahrten von Eltern, die ihre Kinder zu den Schulen transportieren. Die damit einhergehenden Verkehrsverhältnisse müssen verbessert werden, Gefahrenpunkte müssen eliminiert werden. Gerade hier muss das Ordnungsamt oder eine künftige Stadtpolizei für mehr Sicherheit und einen schnelleren Ablauf sorgen. Und vergessen wir dabei nicht die anderen Schulen. In der Hauptlehrer-Urson-Straße, in der Weilbacher Schulstraße und an der Wickerer Goldbornschule sind in Spitzenzeiten die gleichen Situationen vorzufinden.

Mobilitätskonzept

Das E-Bike beginnt, das Radfahren zu revolutionieren. Auch ältere Menschen können per Rad selbst Überlandstrecken ohne Anstrengung zurücklegen. Während in der Region über Rad-Schnellwege zwischen den Städten in Rhein-Main nachgedacht wird, sind in Flörsheim oft noch nicht einmal genügend Radwege entlang der großen Straßen unserer Stadt ausgewiesen. Ein Radwegekonzept, das, wie zu hören war, bereits entwickelt wurde, ist zu aktualisieren und zeitnah umzusetzen. Daneben gilt es, nicht nachzulassen bei den Überlegungen und Planungen zu einem attraktiven ÖPNV.

Flörsheims Zukunft

In den nächsten Jahren wird der Regionalverband darüber entscheiden, wie sich die Städte und Gemeinden der Region entwickeln können. Es wird zentrale Aufgabe eines zukünftigen Bürgermeisters und des Stadtparlamentes sein – in Abstimmung mit dem dann vorliegenden Stadtentwicklungskonzept –, Einfluss darauf zu nehmen, dass sich unsere Gesamtstadt so weiterentwickeln kann, wie es die Bürgerinnen und Bürger Flörsheims und seiner Stadtteile wollen. Durch interkommunale Zusammenarbeit und den Schulterschluss der Städte und Gemeinden mit den Landkreisen ist einem Ausgreifen Frankfurts auf die Region und Eingemeindungsbestrebungen der Metropole ein Riegel vorzuschieben.

Flörsheim muss in der Region wieder den guten Namen bekommen, den es vor Jahren hatte.

Dabei ist die interkommunale Zusammenarbeit ein wichtiges Instrument.

Vieles läuft schief in dieser Stadt, sowohl im Miteinander zwischen Bürgermeister und den Bürgerinnen und Bürgern als auch im politischen Stil der Parteien und der Verwaltungsspitze. Es herrscht Konfrontation, wo Gemeinsamkeit regieren sollte. Wir müssen das ändern. Es ist Zeit für ein neues Miteinander.

Lassen Sie uns Flörsheim und seine Stadtteile mit Leidenschaft wieder zu einer Herzensangelegenheit machen – zu unserer Heimat, zu unserem Zuhause. Gemeinsam – Die Stadt sind wir alle!

gestaltetes Wahlprogramm

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